top of page

Helden wie wir

Monolog nach dem Roman von Thomas Brussig

(Premiere im Theater am Neunerplatz am 27.09.2013)

 
beteiligt als:
Regisseur

 

 

Klaus Uhltzscht heißt der Ich-Erzähler der DDR-Satire aus dem gleichnamigen Wende-Bestseller, der die sexuelle Verklemmtheit des Helden mit der Lebenswirklichkeit eines untergegangenen Staates in Beziehung setzt. Der Name lässt schon die tragisch-komische Gestalt vermuten, die sich sowohl zur kritischen Abarbeitung an einem einengenden System als auch zur biografischen Identifizierung anbietet. Erinnert wird dabei an den DDR-Alltag, zu dem die Stasi genauso wie das Kinderferienlager, die Illustrierte NBI oder der Schulatlas, der die politische Welt in vier Farben einteilte, gehörten. Die augenzwinkernde (N)ostalgie darf bedenkenlos ausgelebt werden. In der Beschreibung profan intimer, zum Teil peinlicher Situationen erreicht der Erzähler ein Lebensgefühl wie es nur der DDR-Bürger erlebt haben kann. Der Höhepunkt der sexuellen Entwicklung geht mit dem Mauerfall einher und bildet das Motiv des persönlichen wie gesellschaftlichen Befreiungsschlags.

Eine komödiantische Auseinandersetzung mit zu Geschichte gewordenem Alltag!

 

Regie: Martin Hanns 

Auf der Bühne: Heiko Schnierer

 

 

Mainpost 05.10.2013:

"[…] Schnierer erzählt und spielt mit großer Intensität, wechselt überaus glaubhaft die Rollen - insbesondere das dem Uhltzscht vorgesetzte panoptische Stasi-Dreigestirn Martin Eulert (Oberleutnant), Harald Wunderlich (Major) und Gerd Grabs (Hauptmann) bringt er realitätsnah und mit zynischem Witz auf die Bühne. Einspielungen von originalem Ton- und Videomaterial sorgen für dramaturgische Auflockerung und stellen zugleich gekonnt eine Brücke zu den zeitgeschichtlichen Ereignissen her."

bottom of page